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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: Mo Jan 25, 2010 1:27 am 
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Hier ein bericht über susanne pöchacker aus dem vorletzten tv-media:

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(Zum vergrößern bitte anklicken.)

Danke an andreas fürs scannen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: So Jan 31, 2010 6:43 pm 
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Ein interview mit herbert steinböck im heutigen kurier: http://kurier.at/freizeit/leute/1973867.php

Herbert Steinböck: Der Wilde Westen ist so nah
Alles neu im Leben des Kabarettisten. Sein Ehe wurde jüngst geschieden, aber in "Bonanza" rechnet er trotzdem nicht mit den Frauen ab.


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Männer und Frauen passen nicht zusammen, deshalb sollten sie es probieren. Das ist die Quintessenz seines neuen Programms "Bonanza", aber auch die seines Lebens. Nach 14 Jahren Ehe haben sich Herbert Steinböck und Steffi Paschke, ebenfalls Schauspielerin, scheiden lassen. Im KURIER spricht der fast 52-Jährige (hat am 13. Februar, zwei Tage vor seiner Premiere im Orpheum, Geburtstag) über Bonanza- Heftln, sein Frauenbild und das Leben als Neo-Single.

KURIER: Worum geht es in Bonanza?
Herbert Steinböck: Um einen Mann mit Frau und Familie, mit der er nicht zurechtkommt und deshalb immer wieder in die Bonanza-Welt flüchtet. In diese heile Welt. Eine Männer-WG mit chinesischem Koch und ohne Frauen, die waren jeweils in der nächsten Folge einfach verschwunden. Am meisten stand ich auf die Bonanza-Heftln, vor allem deren Sprache. Da steht zum Beispiel geschrieben ... und alle warfen lachend den Kopf in den Nacken.

Haben Sie das schon vor Ihrer Trennung geschrieben?
Ja. Ich habe mich gefragt, was die Leute bewegt, was mich bewegt, und das sind die Themen Familie, Scheidung, Schulprobleme, Patchwork. Jeder, der zu mir kommt, sollte sich im Stück wiederfinden. Ich, als Herbert Steinböck, spiele nicht mit, ich gebe 13 Charaktere auf einmal. Ohne Bart und Hut, einfach nur aus der schauspielerischen Kraft heraus. Aber ich habe einen genialen Regisseur, den Werner Sobotka.

Rechtzeitig vor "Bonanza" haben Sie die Patenschaft des Bisons Lakota im Tiergarten Schönbrunn übernommen, viel lieber wollten Sie aber die Klapperschlange. Warum?
Das sollte auf keinen Fall Assoziationen mit meinem Frauenbild aufwerfen, sie hätte nur gut zur Prärie gepasst. Ich sage jetzt nicht, Frauen sind alle blöd. Wir Männer sind doch genauso blöd, es gibt einfach niemand Perfekten.

Wie sieht Ihr Leben nach der Scheidung aus?
Wir teilen uns die elterlichen Pflichten für unsere 5-jährige Tochter Klara. Ich möchte ihr ein guter Vater sein, so wie bisher, und einfach viel Zeit mir ihr verbringen. Wir bringen Steffis und meine Engagements sehr gut unter einen Hut. Der Sommer wird nur der Klara gehören.

Wird der Autor von Bonanza für immer ein einsamer Steppenwolf bleiben?
Mit dem Thema Frauen hab' ich mich noch nicht beschäftigt. Jetzt muss ich erst einmal mich finden. Die letzten Monate waren schmerzhaft und leidvoll. 14 Jahre Ehe muss man erst einmal verarbeiten. Aber ich bin überzeugt, dass Steffi und ich eine Ebene der Freundschaft finden, sodass Klara möglichst wenig unter unserer Trennung leidet.

Herbert Steinböcks neues Kabarett Bonanza hat am 15. Februar im Wiener Orpheum

Artikel vom 30.01.2010 17:55 | KURIER | Marion Hauser


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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: So Jan 31, 2010 6:54 pm 
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Und ein interview u.a. mit florian scheuba ebenfalls aus dem heutigen kurier. http://kurier.at/kultur/1973821.php

"Cordoba": Ossis, Wessis, Ösis im Kulturkampf
Dreier-Interview: Florian Scheuba und Rupert Henning schrieben "Cordoba" - eine Satire über deutsche Asylwerber. Cornelius Obonya spielt.


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Ursprünglich wollten Florian Scheuba und Rupert Henning einen Film drehen, mit dem ehemaligen Burg-Star Obonya in der Hauptrolle. Das Drehbuch wurde von der Filmförderung abgelehnt, also machten sie daraus ein Bühnenstück für den Rabenhof (Premiere ist am 9. Februar). "Cordoba" hat wenig mit dem Fußballspiel zu tun, aber viel mit dem schwierigen Verhältnis von Deutschen und Österreichern. Cornelius Obonya ist der Erzähler - und verkörpert jetzt virtuos alle Personen.



KURIER: Haben die Deutschen überhaupt ein Cordoba-Trauma?
Florian Scheuba: Die meisten wissen gar nicht, was Cordoba ist. Wobei bei uns eines immer wieder falsch geschrieben wird - dass es seit Cordoba keinen Sieg über Deutschland mehr gegeben hätte.

1986, Stadioneröffnung ...
Scheuba: 4:1!

Zwei Tore Kienast ...
Scheuba: ... zwei Tore Polster.

Rupert Henning: Nach der Ablehnung dachten wir: Was ist das Gegenteil von Film? Ein Mensch allein auf einer Bühne. Und der Conny Obonya ist dafür prädestiniert.

Sie spielen jetzt alle Rollen - das ist vermutlich viel Arbeit, aber ziemlich lustig!
Cornelius Obonya: Das wünscht man sich als Schauspieler!
Henning: Schon als wir den Film planten, sagte ich immer: Diese Figur könnte der Conny ja auch spielen, und die auch noch, und die ...
Obonya: Als dann die Idee zu dem Stück kam, mit mir in allen Rollen, war meine erste Reaktion: Sind die deppert? Aber es ist großartig!
Henning: Was mir so gefällt an dieser Art von Theater: Du hast nichts. Keine Partner, kaum Kulissen, kaum Requisiten. Und kannst dennoch echte Szenen spielen, allein. Es braucht so wenig, um eine Geschichte zu erzählen.

Auch Scheuba und Henning sind Schauspieler. Hilft das bei der Arbeit?
Henning: Ich hoffe schon.
Obonya: Eindeutig!
Scheuba: Wir mussten dem Conny aber nichts erklären, er fand die Figuren sofort.
Obonya: Das liegt daran, wie es geschrieben ist - jede Figur hat ihre eigene Klangfarbe. Im Unterschied zu vielen Drehbüchern, wo man sich denkt: Okay, das könnte jetzt der Gärtner, der Stallbursche oder der Arzt sein.

Ist das Kabarett eine Verlockung für einen "seriösen" Schauspieler?
Obonya: "Cordoba" ist ein Theaterstück, aber mit kabarettistischem Anklang. Man muss so schnell sein wie ein Kabarettist. Eigentlich komme ich da her! Denn ich habe meine ersten Schritte bei Gerhard Bronner gemacht.

Herr Henning, Sie führen Regie. Wie inszenieren Sie Obonya?
Henning: Wie inszeniere ich dich?
Obonya: Natürlich lässt er mich machen, er kann ja gar nichts anderes tun, denn ich muss mir die Figuren zunächst ja erfinden.
Henning: Ich habe nicht nur einen Darsteller - ich habe unbegrenzt viele. Denn der Conny beutelt einen enormen Reichtum an Figuren aus dem Ärmel, die bei aller Komödiantik immer glaubwürdig sind. Wir entwickeln spontan Situationen.
"Marmeladinger klingt nicht wie Tschusch"
Henning: Plötzlich ist da ein Besen im Spiel, und dieser Besen kann dann alles Mögliche werden. Das ist die Art von Theater, die wir als Schauspieler zu selten ausüben können: Aus einer imaginären Kiste etwas herauszuzaubern.

Haben Sie die vielen Dialekte recherchiert?
Henning: Ja. Und der Conny hat in Deutschland gelebt und die nötige Musikalität, Dialekte so nachzumachen, dass sie nicht nachgemacht klingen.
Obonya: Es darf keine Figur parodistisch sein!
Scheuba: Wir haben uns als Autoren sehr in den Ort Schwarze Pumpe in der Oberen Lausitz verliebt ...

Da gibt's doch einen Fußballverein ...
Alle drei: BSG Aktivist Schwarze Pumpe!
Scheuba: Der Conny spricht hervorragend Sächsisch. Wir sind aber draufgekommen, dass man in der Oberen Lausitz anders spricht. Wir haben daher unserer Familie eine sächsische Vorgeschichte gegeben. Damit der Dialekt stimmt.

Und diese Speisen ...
Scheuba: Die gibt's wirklich.
Alle durcheinander: Köstritzer Mutzbraten, Brisoletten, Erzgebirgische Buttermilchgetzen, Lausitzer Hefeplinse, Lederne Jungs!
Henning: Der Flo und ich sind vor Freude fast in Tränen ausgebrochen, als wir beim Recherchieren die "Tote Oma" ( Anm.: eine Wurstart ) gefunden haben.
Scheuba: Mit der Begründung, der Name kommt daher, dass die Speise so ausschaut.

Sie haben den satirischen Ansatz: Die Deutschen sind auf einmal die verdächtigen Ausländer.
Scheuba: Vor Kurzem hat ja der dritte Nationalratspräsident Martin Graf gewarnt vor Rassismus gegenüber Deutschen.
Alle: Lautes Gelächter.
Scheuba : Aber es gibt schon konkrete Anlässe. Bei der Fußball-EM etwa mussten die Deutschen feststellen, sie spielen in einem Land, wo es egal ist, gegen wen sie antreten - die Leute halten immer zum anderen. Das Phänomen ist vorhanden und geeignet für Satire. Man kann Dinge umdrehen und dadurch entlarven. Aber nicht alles ist Satire: Die im Stück vorkommende Saalschlacht auf der Uni zwischen Deutschen und Österreichern - es ging um das Reservieren von Plätzen, wie im Urlaub - gab es wirklich.
Obonya: Das hat mich am meisten gereizt - dass die Ausländer-Klischees, die sonst auf Türken und Jugoslawen angewendet werden, diesmal die Deutschen an den Kopf bekommen. Man nennt Deutsche ja nie Ausländer.

Aber Piefke und Marmeladinger.
Obonya: Aber nie Ausländer. Und Marmeladinger klingt noch lange nicht wie Tschusch.
Scheuba: Es hat sich schon etwas Wesentliches geändert: Im Tourismus werden für unbeliebte Tätigkeiten jetzt Deutsche eingesetzt. Das führt zu dem Problem, dass sich deutsche Urlauber nicht gerne von Deutschen bedienen lassen. Sie waren es gewohnt, dass das entweder der Seppel-Dödel macht oder der Branko, die sie schikanieren können. Kommt der plötzlich aus dem eigenen Land, passt es ihnen nicht.

Wird das Stück auch in Deutschland gespielt?
Henning: Wenn es sich ergibt, wäre es schön! Es kriegen ja auch alle ihr Fett ab, das Stück ist nicht wirklich parteiisch.

Herr Obonya, Sie waren lange am Burgtheater, sind jetzt freier Schauspieler.
Obonya : Es fühlt sich großartig an. Ensemblespiel ist toll. Aber die Zeit war reif für etwas Neues. Ich finde es ein bisschen verlogen, wie im Theater immer vom Ensemble als Familie geredet wird. Theater ist Diktatur, das hat nichts mit Demokratie zu tun und mit "Wir lieben uns alle so".
Henning: Also, wir haben uns schon alle lieb!

"Cordoba": Asyldebatte auf Ostdeutsch
Der Darsteller
Cornelius Obonya, 40, ist der Sohn von Elisabeth Orth und Hanns Obonya und Enkel von Attila Hörbiger. Er spielte am Volkstheater, der Berliner Schaubühne und der Burg, wo er in Inszenierungen von Andrea Breth glänzte. Seit Kurzem ist er freier Schauspieler. Obonyas Frau Carolin Pienkos stammt aus Osnabrück.

Die Autoren
Rupert Henning, 42, ist als Schauspieler, Regisseur, Autor und Filmschaffender erfolgreich. Mit Florian Scheuba, 44, schrieb er z. B. das Erfolgsstück "Freundschaft". Scheuba ist Kabarettist, Autor und Schauspieler. Beide sind mehrfache KURIER-ROMY-Preisträger.

Das Stück
"Cordoba" beginnt 1989 mit der Flucht der Moelkes aus der DDR nach Österreich und ironisiert auf brillante Weise anhand dieser deutschen Familie die aktuelle Integrationsdebatte.

Im Wiener Rabenhof ab 9. Februar.
Artikel vom 30.01.2010 17:30 | KURIER | Guido Tartarotti


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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: Do Feb 11, 2010 10:19 am 
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Hier die (durchwegs begeisterten) kritiken zu cordoba:

Zuerst ein trailer des rabenhoftheaters auf youtube:

http://www.youtube.com/watch?v=l3PBvzzYxSA&feature=player_embedded

Standard-kritik:
http://derstandard.at/1265828183880/Cordoba---Das-Rueckspiel-Sololauf-eines-Komoedianten

"Cordoba - Das Rückspiel": Sololauf eines Komödianten
10. Februar 2010, 20:07
Cornelius Obonya begeistert im Rabenhof
Wien - Vor knapp drei Jahren brachte Markus Kupferblum im Nestroyhof das grandiose Solo "Die verlassene Dido" zur Uraufführung: Weil ihm der Förderbeirat nicht die benötigten Mittel zugestand, konnte der zum Clown ausgebildete Regisseur dem Publikum die Cavalli-Oper "La Didone Abbandonata" nur nacherzählen.

Das dramaturgische Konzept von "Cordoba - Das Rückspiel", am Dienstag im Rabenhof uraufgeführt, ist ähnlich: Das Österreichische Filminstitut habe das Drehbuch über deutsch-österreichische Rivalitäten von Florian Scheuba und Rupert Henning für nicht förderungswürdig erachtet. Und so erzählt nun Cornelius Obonya, der für eine Hauptrolle vorgesehen gewesen sein soll, den turbulenten Inhalt nach.

Im Zentrum steht eine Kleinfamilie, die im Sommer 1989 über Ungarn nach Österreich floh. Im Gegensatz zu Sohn Rüdiger zeigen sich die Eltern, die ein Geschäft mit sächsischen Lebensmitteln betreiben, nicht wirklich integrationswillig. Was zu Problemen mit den Eltern von Dani, Rüdigers Freundin, führt. Denn deren Vater ist ein echter Wiener, der nicht untergeht - und auszuckt, wenn jemand Rapid falsch betont.

Scheuba und Henning belassen es nicht bei einer amüsanten Familienklamotte: Sie entwickeln ein Szenario mit radikalem Hass auf die Deutschen, der vom Rechtspopulisten HC Oberwarter geschürt wird, was einem reichen, in Kitzbühel lebenden Bayern sehr zupass kommt. Das erinnert an Felix Mitterers "Piefke-Saga". Zudem hält man sich, verliebt ins Dribbling, nicht an die Länge eines Rückspiels: Der Kabarettabend dauert fast drei Stunden.

Zum Glück hat Regisseur Henning aber einen überwältigenden Darsteller: Obonya, der mehr als zwei Dutzend Charaktere verkörpert, brilliert auf der fast leeren Bühne als Erzähler, Komödiant und Stimmenimitator. Ihm zuzusehen und zuzuhören ist ein Vergnügen. Das Publikum dankte mit Standing Ovations und Jubelrufen.

(Thomas Trenkler / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.2.2010)

Kurier-kritik:
http://kurier.at/kultur/1976649.php

Riesenerfolg für "Cordoba" und Obonya

Kritik: Cornelius Obonya glänzt im Wiener Rabenhof in einer starken Geschichte über das deutsch-österreichische (Miss-)Verständnis.

Am Ende applaudiert das Premierenpublikum stehend, der Jubel ist ohrenbetäubend. Er gilt vor allem dem Schauspieler Cornelius Obonya, aber auch einer starken Geschichte von Rupert Henning und Florian Scheuba.

"Cordoba" hätte ein Film werden sollen, eine satirische Betrachtung des deutsch-österreichischen Verhältnisses unter besonderer Berücksichtigung der Missverständnisse. Der Film wurde von der Förderungskommission abgelehnt (mit 3:2 Stimmen, drei Kommissionsmitglieder waren Deutsche).


24 Rollen

Kurz entschlossen machten Scheuba und Henning aus ihrem Drehbuch ein Theaterstück. Der Gag dabei: Das Stück hat nur einen Darsteller, und der hat außer einem Besen keine Requisiten. Der ehemalige Burgschauspieler Cornelius Obonya ist der Erzähler, der seiner deutschen Frau (und dem Publikum) schildert, wie der Film geworden wäre. Zu diesem Zweck schlüpft er in rasantem Wechsel in 24 Rollen, vom DDR-Flüchtling bis zum bayerischen Geldadeligen, vom Fiakerfahrer bis zum türkischen Geschäftsmann, vom Integrationsbeamten mit Oskar-Werner-Ton bis zum Hütteldorfer Mädel.

Wie er das macht, ist ein Ereignis, das man gesehen haben muss: Virtuos, stimmlich, mimisch und körpersprachlich bis ins kleinste Detail genau gearbeitet (Regie: Rupert Henning), auch in der merkbaren Euphorie der Premiere stets die Balance zwischen Parodie und Charakterstudie haltend. Sensationell, wie Obonya einen Rechtspolitiker durch Nuancen in der Sprachmelodie als HC erkennbar macht, ohne die Figur an die Karikatur zu verraten.

Höhepunkt des Abends: Obonya singt in der Rolle eines ostdeutschen Gastarbeiters in einem Tiroler Hotel auf Sächsisch "I Am From Austria".

Das Stück - hier sind die Deutschen in der Tschuschen-Rolle - ist sensationell komisch, aber kein Kabarett. Die Wendungen der Handlung sind aberwitzig, der feine, kluge Humor verschont niemanden.

Ein Riesenerfolg.

KURIER-Wertung: ***** von *****
Artikel vom 10.02.2010 17:00 | KURIER | Guido Tartarotti

Österreich-kritik:
http://www.oe24.at/kultur/Mit-Video---Tor-fuer-Cordoba-Das-Rueckspiel-mit-Obonya-0639319.ece

Tor für Cordoba

Im Rabenhof zielt das Kabarett „Cordoba – Das Rückspiel“ auf Lachmuskeln.

Haben Sie sich jemals nach dem Grund für diverse Unstimmigkeiten zwischen Piefke und Ösis gefragt? Die Antwort hören und sehen Sie im Rabenhof.

Sächsische Speisen und Nationalikonen

Cornelius Obonya beweist im Stück „Cordoba – Das Rückspiel“ als ein Mann-Kabarett, wie witzig, unterhaltsam und treffend Klischees sein können. In der Satire werden sächsische Leibspeisen („Tote Oma“) genauso aufs Korn genommen wie österreichischer Nationalstolz von Mozart bis Rapid.

Schiller in Hotelform

Als Rahmenhandlung dient die Geschichte der Familie Möhlke, die vor dem Fall der Mauer vom sächsischen Ort Schwarze Pumpe über Ungarn und das Burgenland nach Wien flüchten und heimisch werden. Zwischendurch taucht eine dubiose Politikergestalt („Horst Christoph Oberwarter“) auf, die täuschend echt an eine Mischung zwischen Mr. Drei-Bier und dem verstorbenen Kärntner Landeshauptmann erinnert. Auch Jeannine Schiller ist als Hotelmetapher (!) dabei.

Obonya schizophren gut

Obonya spielt die Figuren ohne sichtbare Verkleidung, aber mit durchkomponierter Mimik und Sprache schizophren echt – eine herausragende Leistung des im Musical und Theater verwurzelten Schauspielers. Für die Texte sind Rupert Henning und Florian Scheuba verantwortlich. Wer bei der Premiere natürlich nicht fehlen durfte war unser werter Kaiser Palfrader, der sich königlich amüsierte. Zum Schluss gab es minutenlang Standing Ovations für Obonya, der auszog um uns Klischees zu lehren. Tor für Unterhaltung, Niveau und einen grandiosen Darsteller. Wetten, Sie wer`n narrisch?
„Cordoba – Das Rückspiel“ bis 27.März im Rabenhof. Hier gibts Karten.
Autor: Judith Leopold


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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: So Feb 14, 2010 4:45 pm 
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Sie war zwar nur einmal im rateteam, aber trotzdem hier ein standard-bericht über nadja malehs neues programm: http://diestandard.at/1265852141256/KABARETT-Ein-Damenreigen-mit-Nadja-Maleh

KABARETT
Ein Damenreigen mit Nadja Maleh
12. Februar 2010, 19:45
Nadja Maleh ist eine Rarität, denn in der hiesigen Kabarettszene gibt es nicht viele Frauen

Nadja Maleh ist eine Rarität. Denn in der hiesigen Kabarettszene gibt es nicht viele Frauen. Noch dazu keine mit einem solchen schauspielerischen Talent. Die Wienerin mit syrischen und tirolerischen Wurzeln, Jahrgang 1972, versteht es, Figuren zu entwickeln und darzustellen, die trotz ihrer übertriebenen Charaktereigenschaften extrem lebensnah sind.

Dem Grundkonzept von Flugangsthasen, ihrem ersten, sehr erfolgreichen Programm, bleibt Maleh in Radio-Aktiv - Premiere war im Kabarett Niedermair - treu: Die einzelnen Nummern sind nur lose miteinander verknüpft. Aber es gibt zumindest eine Schnur für all die Perlen. Bei Flugangsthasen fiel Langzeitarbeitslosen die schwierige Aufgabe zu, das Publikum während eines Fluges mit Darbietungen zu unterhalten. In Radio-Aktiv führt eine äußerst coole Chansonette durch den mit Musikpersiflagen garnierten kurzweiligen Abend (Regie: Marion Dimali): In ihrem Kopf wimmelt es vor Stimmen - und sie alle wollen raus auf die Bühne.

Zwei, drei dieser Frauenfiguren kennt man bereits: Die verknöcherte Frau Professor Huber zum Beispiel ("Wenn immer nur die Klügere nachgibt, wird die Welt einmal nur von Idioten beherrscht") und die Inderin Mandala, die mit irrwitzigem Lachen Lebensweisheiten ihrer Großmutter Ganga preisgibt.

Grandios gelingt Maleh u. a. das Bekenntnis einer herrischen Russin ("Domina ist ein fesselnder Beruf") und der Vortrag der äußerst nervösen, extrem naiven Jasmin, die als Gedanken-Coach gute Tipps gibt und immer wieder in sich hineinfühlt, wie es ihr damit geht. Die Französin Bernadette führt vor, dass die gemeinsten Ansagen supererotisch klingen, wenn man sie mit französischem Akzent haucht. Und eine nasalierende Frau aus Döbling berichtet von ihren Erlebnissen bei der Selbsthilfegruppe für Milliardäre.

Den Höhepunkt steuert die Teilzeitkindergärtnerin Nelli mit ihrer Angst vor Aliens bei, die bereits gelandet seien: "Die haben so viele Hände - und nehmen uns die Arbeitsplätze weg!"

Maleh macht zum Glück kein vordergründig politisches Kabarett. Politisch ist es trotzdem.

(trenk, DER STANDARD/Printausgabe, 13.2,/14.2.2010)

Info
Derzeit auf Tour durch Österreich


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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: So Feb 21, 2010 4:39 pm 
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Ein bericht über andreas vitasek in der heutigen presse: http://diepresse.com/home/kultur/imwerden/541233/index.do?from=suche.intern.portal

Im Werden
Den Künstlern über die Schulter geschaut.
Andreas Vitásek
20.02.2010 | 19:05 | von Veronika Schmidt (Die Presse)
Tagespolitisch will Andreas Vitásek in seinem neuen Kabarettprogramm wenig sein. Dafür gibt es in "39,2° – Ein Fiebermonolog" erstmals eine durchgehende Grundgeschichte.

„Ha! Das ist jetzt lustig.“ So etwas kommt Andreas Vitásek leicht aus, wenn er auf Ideensuche ist. „Aber dass ich mich mörderisch abhau oder auf die Schenkel klopf, kommt nicht vor.“ Zu hören bekommt die Ideen kaum jemand vor der Premiere (16.3. im Orpheum). Vitáseks Büroloft im dritten Bezirk dient als Probebühne, ohne Zuhörer. „Obwohl ich einige Irrwege nicht mehr gehe, waren mir drei Monate Vorlaufzeit zu knapp“, sagt er und trinkt gemütlich einen Schluck Kaffee. In seiner Anfangszeit (1981) brauchte er sechs Monate, bis das Programm fertig war. Diesmal wurde die erste Nummer fünf Wochen vor der Premiere in den Apple getippt.

Letztes Jahr schrieb er noch im Duo: Für die ORF-Serie „Vitásek?“ kam Drehbuchautor Ulli Brée in die Loft. „Das gemeinsame Schreiben war eine irrsinnig tolle Erfahrung“, strahlt Vitasek: „Wir haben beide das Gefühl: ,Das ist von mir!‘“ Die Serie steht in den Startlöchern. „Ich hab Sendestart 1.April gehört. Vielleicht war's ein Scherz?“ Außerdem beschäftigte er sich stark mit Texten von Nestroy: Den Arthur in „Umsonst“ spielt er am Volkstheater noch bis April, dann erst wieder nächste Saison. „Beim Nestroy findet man einige Urwurzeln.“ Was Vitásek aus den Wurzeln wachsen lässt, verrät er nun: Den Titel musste er wählen, lang bevor das Programm entstand: „39,2° – ein Fiebermonolog“. „Ich war wirklich krank und hab gemerkt: Fieber erlaubt alles! Träume, Realitätsverschiebungen.“ So wird das Stück sein erstes mit durchgehender Geschichte: Darin muss er eine Nummer für Drogentherapeuten schreiben und seine Familie lässt ihn zum Arbeiten allein. „Und dann bekommt er Fieber.“ Tagespolitische Nummern plant er kaum ein – im Gegensatz zu den letzten Stücken ist auch keine Wahl zeitnah zur Premiere. Dafür darf der Tod wieder auftreten. Im Hawaiihemd, denn der Tod war auf Urlaub. Mehr wird nicht verraten.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.02.2010)


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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: So Feb 28, 2010 6:46 pm 
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Hier ein bericht von dieter chmelar über klaus eberhartinger im heutigen kurier: http://kurier.at/kultur/1981984.php

EAV-Geständnis: Comedy, was da wolle

Wie Eberhartinger & Spitzer ihre wilde Ehe retteten. Ein Therapie-Protokoll - ohne jede(n) "Klausel" der Verschwiegenheit.

Bild
Klaus Eberhartinger über Thomas Spitzer (re.).: „Ich hab ihm einen Ring geschenkt – zur Erneuerung einer nie vollzogenen Ehe. Und jeden, der ihn attackiert, würde ich mit der Motorsäge angreifen!"

Seit 33 Jahren gibt es nun die Comedy-Combo "Erste Allgemeine Verunsicherung" (EAV) - seit 29 Jahren hält die wilde Ehe des ab-, tief- und hintergründigen Thomas Spitzer (56) und seiner kongenialen Kampfmaschine an der knallharten Klamaukfront, Klaus Eberhartinger (59). Wie geht so etwas?

Ihr ganzes Geheimnis: Der eine schreibt, der andere leibt. Ohne einander wäre das dadaistische Dream-Team - von Ba-Ba-Banküberfall über Mä-Mä-Märchenprinz bis zu Ding-Dong - wohl kaum die Hälfte des Drei-Jahrzehnte-Ereignisses (15 Alben, zehn Millionen Tonträger), mit einander schien es kürzlich kapital zu kriseln, um nicht zu sagen: final zu funkeln ... "Die heutige Band", beklagte Spitzer im Format-Interview , sei "kein Gesinnungs-Kollektiv mehr". Nach der Tour im Mai wolle er sich von Tisch, Bühne & Partner trennen - denn "was lange gärt, wird endlich Mut". Nun ist die EAV mit "Neue Helden" Nummer 1 in den Ö3 -Charts (!) - zuletzt gab es das, abgesehen von einer winzigen Woche 2007, vor 13 Jahren. Eberhartinger, der als dreifacher Dancing Star (Sieger, Moderator und Juror) dem puristischen Chefideologen Spitzer wohl gar zu keck (und kommerziell) auf der Nase herumgetanzt war, suchte den Weg zurück zu den Wurzeln. Ein hartes Stück Arbeit mit paartherapeutischen Zügen. Eine Beziehungskiste mit dem Leid-Motiv "Comedy, was da wolle".

Brutale Lustigkeit

Große Spaßmacher nehmen ihr Hand- und Mundwerk oft viel ernster als man denkt. Karl Farkas , Österreichs Kabarett-Monument, sagte: "Zum Blödsein muss ma g'scheit sein." Der Alt- und Großmeister († 1971) litt selbst (tapfer) unter der immensen Popularität seiner Doppelconférence-Partner - von Ernst Waldbrunn bis Maxi Böhm. Der "Blöde" war immer schon (als Rolle) dankbarer als der G'scheite.

Aber: Wie blöd sind g'scheite Leute, dass sie, abseits der Bühne, den gigantischen gemeinsamen Erfolg riskieren? Dann nämlich, wenn die (Sinn-)Fragen nagen, die gern von außen kommen und innen wüten.

Wer hat mehr Lacher, mehr Presse, mehr Geld, mehr Liebe? Auf den Minenfeldern im weiten Land der (vollen) Säle wurde schon so manch ein Duett zum Duell.

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Altes Eisen aus rostfreiem Stahl (Klaus Eberhartinger)

Eberhartinger kämpfte um Spitzer: "Wir pflegten ja ewig eine unglaubliche Nähe, fast eine Intimität. Wir haben jede Minute, auch unserer Freizeit, miteinander verbracht. Er mit seiner Freundin, ich mit meinen ... Das waren zum Teil Dramen. Mit keinem Menschen meines Lebens war ich länger enger."

Als sich nun der Tom als Zu-Spitzer der Situation Gehör verschaffte - "Jede Gala ist für mich ein Gang aufs Schafott, jede TV-Show ein Seelentod, jedes Bierzelt ein Selbstwert-Graberl" -, da akzeptierte das der Klausi als "legitime Befindlichkeit" und forschte nach Antworten im gemeinsamen Mikrokosmos:

"Er liebt die Dunkelheit, den Schmerz und die Nacht, ich die Sonne, das Licht und das Lachen. Er hat einmal gesagt: Wir sind ein Mond. Es gibt die hell bestrahlte Seite, das bin ich, und es gibt auch die dunkle Seite, das ist er. Nur beides zusammen macht erst den Mond aus." Und beide zusammen sind unverdrossen "in der Umlaufbahn" für Stars & Sterne. Nach Ostern wollen sie "über Österreich drüberfahren". Zuvor bestreichen sie den Norden Deutschlands, wo sie einst die Klubszene als Ösi-Exoten aufgemischt hatten. Der EAV-Radius reicht seit jeher weit über den Weißwurst-Äquator. Mit dem neuen Album sind sie bei den Germanen sensationell auf Platz 26 eingestiegen: "Dort kennen sie Mozart, Strauß, Falco und uns."

Ringkampf um Spitzer

Als verbummelter Student hatte Eberhartinger anfangs der 1980er Spitzers Schwester Eva erobert. Doch schon bald trat Tom beherzt auf den Plan: "Was willst du von der? Hau'n doch lieber wir zwei uns auf ein Packl!" So kam Klaus zur EAV und die EAV zu (s)einem Gesicht.
Hinter dem Blödel-Pop verbarg sich aber stets ein Mastermind mit Message. Eberhartinger: "Der Spitzer ist besessen, kann alles. Er ist das letzte Universalgenie."

Grafiker, Cartoonist, Komponist, Autor ...
... und exzentrisches Ganzkörper-Modell für Geschmeide. In Kenia, dem "Wintersitz" der EAV ("Diani Beach"), nennen sie ihn ehrfürchtig "Mister Bling-Bling".

Das verleitete den sagenumwobenen Womanizer Klausi - man attestiert ihm wegen eines Faibles für eine Hautfarbe, er könne sich an die letzte Blondine nur dunkel erinnern - zu einer ungewöhnlichen Geste.

Bei einem Bummel im Bayerischen sah er einen Ring, "der mir gut gefiel". Also erwarb er ihn, kam freilich drauf, "dass er mir passt, aber nicht zu mir." Daher "hab ich ihn runtertan und zum Spitzer gesagt: Du, ich hab da was für dich. Da sind wir im Auto nebeneinand'gesessen. Ich ihm den Ring gegeben - ohne große Worte. Du, i hab was für di, da hast. Und fertig. Er hat ihn ang'schaut und gesagt: Du, der is schön, hat ihn aufitan und des war's. Zur Erneuerung einer nie vollzogenen Ehe. Jeden, der den Spitzer attackiert, würde ich mit der Motorsäge angreifen."
P. S.: "Weißt, wir beide sind vielleicht altes Eisen, aber dafür aus rostfreiem Stahl."

Artikel vom 27.02.2010 18:40 | KURIER | Dieter Chmelar


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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: Mo Mär 08, 2010 5:14 pm 
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Registriert: Di Okt 09, 2007 9:07 pm
Beiträge: 7408
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Hier die tv-kritik aus dem kurier vom sonntag:
http://kurier.at/interaktiv/kommentare/1983874.php

Im Bild: Die Spaßbeschleuniger
Die Quote, die härteste Wertung im TV-Universum: "Chili" ist am besten Weg, sich selbst abzuschaffen

Lassen wir heute die Meinung der Kommentatorin außer Acht. Denn die könnte als Nachbarschaftsgefälligkeit ausgelegt werden. In der extralangen 200. Ausgabe von "Was gibt es Neues?" war auch Thomas Maurer im Rateteam.

Jetzt und hier die Akteure der Sendung als echte Spaßbeschleuniger zu rühmen, käme befangen daher, weil im Kästchen nebenan der Maurer sitzt und kommentiert. Auf gute Nachbarschaft, oder so. Daher ziehen wir heute die härteste Wertung heran - die des Publikums: die gefürchtete Quote. ORF 1 verzeichnete Freitagabend besorgniserregende 142.000 "Chili"-Zuschauer (der Untertitel "Die Gesellschaftssendung unter Ausschluss der Öffentlichkeit" wird bereits erwogen). Ebenso wenige sahen die "ZIB 20". Immer noch matte 286.000 wollten die Komödie "Plötzlich Prinzessin" sehen, 277.000 danach den "ZIB Flash".

Doch dann tauchten - wie aus dem Nichts und noch während auf ORF 2 die quotenstarke "ZIB 2" mit Kardinal Schönborn lief - um ein Drittel mehr Zuschauer auf, und ORF 1 verzeichnete von 22.10 bis 23.20 Uhr die beste Quote des gesamten Tages mit "Was gibt es Neues?". Gratulation an die Spaßbeschleuniger!

Artikel vom 06.03.2010 15:36 | KURIER | Birgit Braunrath


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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: Fr Apr 23, 2010 3:28 pm 
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Ich weiß, ich bin damit mindestens eine woche zu spät dran :oops: , aber ich war leider verhindert. Trotzdem, lieber zu spät als gar nicht: Hier ein paar berichte und kritiken von den aufschneidern (mit o. baier) aus kurier und presse:

Artikel vom 17.04.2010 15:14 | KURIER | Dietmar Pribil:
http://kurier.at/interaktiv/kommentare/1994812.php

Im Bild: Die Ausstrahlung
"Aufschneider" mit Josef Hader muss man eigentlich nicht zum Strahlen bringen - das Werk strahlt auch für sich allein.

Am Freitag wurde vom ORF der zweite und letzte Teil von "Aufschneider" zur Ausstrahlung gebracht. Ein Werk, das man eigentlich nicht zum Strahlen bringen muss - es strahlt auch für sich allein.
Zwar schließe ich mich den schon Hype-artigen Lobgesängen über Teil 1 nicht unwidersprochen an - die dramaturgische Qualität hinkte jener des Schauspiels doch sichtlich hinterher.
ABER: Angesichts der finalen 90 Minuten, in denen schwarzer Humor und Screwball Comedy gekonnt gekreuzt wurden, müsste an dieser Stelle ein Feuerwerk an Superlativen abgefeuert werden.
Sagen wir es in Zeiten, da mit Hoch-, Höher- und Höchststufen nur so herumgeschmissen wird, jedoch einmal schlicht und dennoch nicht weniger ergreifend:
Ein Meisterwerk.
Und ein strahlendes Beispiel dafür, dass nicht jeder Film, der die Massen unterhält und begeistert, aussehen muss wie jene hingerotzten Liebesschmonzetten, die im deutschsprachigen Fernsehen praktisch im Dauerlauf zum Einsatz kommen.
Es keimt eine Hoffnung auf, die sich zu einer Forderung auswachsen sollte: Wir Fernsehzuseher wünschen mehr von dieser Art. Aber bitte rasch!



Doris Knecht, 11.04.2010, 18:00:
http://kurier.at/interaktiv/blog/knecht/1993336.php

Wenn Hader "ha" sagt

Der "Aufschneider" im ORF - auch mit den heimischen Produktionsbedingungen ist gutes, intelligentes und lustiges Fernsehen möglich.

Wenn, sagen wir, Hansi Hinterseer "ha" sagt (etwa im Kontext von: "Isch des nit bärig, ha!?") dann heischt dieses "ha" nach kollektiver Zustimmung.

Wenn Josef Hader "ha" sagt, dann das Gegenteil. Dann liegt in diesem "ha" das ganze Spektrum von Angezipftheit und grollendem Grant. In der im ORF morgen und am Freitag gezeigten Serie "Aufschneider" sagt Hader ein paar Mal "ha". Was der überschaubaren Frustrationstoleranz seines Charakters entspricht, des Pathologen Fuhrmann, der uferlos im Clinch liegt: mit dem Grad des Ansehens, das ein Krankenhaus für Pathologen vorgesehen hat, mit der Ex-Frau, mit dem neuen Assistenten und mit dem Chirurgen Böck, den er unbedingt eines Kunstfehlers überführen will. Allerdings liefert das Leben Fuhrmann noch weitere Anlässe zu angespeistens "ha"s, und davon handelt der "Aufschneider".
Und er handelt davon, wie Fernsehen sein kann. Ihre Autorin hat eben die letzte Staffel der "Sopranos" am Stück gesehen und ist nun entsprechend aufgewühlt und qualitätsverwöhnt. Und auch wenn der "Aufschneider", nona, nicht die "Sopranos" ist und sein kann, vermittelt er doch eine sehr anschauliche, überzeugende Idee davon, dass auch mit den heimischen Produktionsbedingungen (und mit der einen oder anderen Konzession an das hiesige 20.15-Uhr-Publikum) gutes, intelligentes und lustiges Fernsehen möglich ist. Man muss halt die guten, intelligenten Leute - diesfalls David Schalko, Hader und ein exzeptionelles Schauspieler-Ensemble - ran- und machen lassen.

Was beim ",Aufschneider" geschah. Das Ergebnis sollte dem ORF Anlass genug sein, dieses Konzept entschieden weiterzuverfolgen, ha!? Und zwar "ha" im hinterseerschen Sinn.


http://kurier.at/kultur/1994168.php

Das Hader-zentrische Weltbild
ORF-Zweiteiler: 798.000 sahen den ersten Teil von "Aufschneider" - ein Erfolg, den Oliver Baier der "Sonne" Josef Hader zuschreibt.

Bild
Kollegen: Oliver Baier und Josef Hader im zweiten Teil von „Aufschneider“

Oliver Baier sitzt im Bregenzer Theater-Café und genießt den Erfolg. Eine Frau, die zwei Tische weiter sitzt, hat ihn gerade angesprochen und zu seiner Rolle in "Aufschneider" gratuliert. Seit der Ausstrahlung am Vorabend sind zahlreiche Glückwunsch-SMS eingelangt. "Das ist einfach ein sehr schönes Gefühl für einen Menschen, der jahrelang darunter gelitten hat, dass er als Radio-Clown gesehen wird."
Über die Qualität des neuen Fernseh-Zweiteilers von Josef Hader und David Schalko, dessen 2. Teil am Freitag (20.15, ORF 1 ) ausgestrahlt wird, herrscht seltene Einigkeit. Die Kritik jubelte, das Publikum gab mit hohen Einschaltquoten seine Zustimmung: durchschnittlich 798.000, 30 Prozent Marktanteil. Baier spielt darin - "grandios", befand der KURIER - einen arroganten Primar. An der Seite von Josef Hader, der ihn gemeinsam mit Schalko besetzte. "Ich verdanke ihm wahnsinnig viel", sagt Baier. "Dass er mir diese Chance gegeben hat, gegen viele Stimmen von rechts und links, die gesagt haben, da muss ein professioneller Schauspieler her."

"Wir dürfen um ihn kreisen"
Den Erfolg verdanke "Aufschneider" hauptsächlich Hader, glaubt Baier. "Es ist seine Serie, und die Leute schalten wegen ihm ein. Es ist wie das heliozentrische Weltbild. Er ist die Sonne, und wir dürfen um ihn kreisen." Wir: das sind u. a. Ursula Strauss als Frau zwischen zwei Männern (Hader und Baier), Pia Hierzegger als verhaltensoriginelle Jung-Pathologin, Manuel Rubey als gegen den Strich gebürsteter jugendlicher Liebhaber, Georg Friedrich und Raimund Wallisch als kauzige Gehilfen.

In Bregenz probt Baier gerade Franzobels "Die Anstalt oder ein ORFler in der Unterwelt". Auch so ein Schritt weg vom "Image, das ich mir bei kommerziellen Radiostationen eingefangen habe wie einen Herpes-Virus".

Groß ist die Freude über den Aufschneider-Erfolg auch beim ORF. Film- und Serien-Chef Heinrich Mis, auch Redakteur der Produktion: "Ein Programm, das dem Publikum ausgezeichnet gefällt und das man selber von der ersten Sekunde an liebt. Was kann schöner sein?" Was eine mögliche Fortsetzung betrifft, steht zumindest eines fest: Es wird ernsthafte Gespräche geben.


07.04.2010 | 18:46 | PATRICIA KÄFER (Die Presse):
http://diepresse.com/home/kultur/medien/tvkritik/556826/index.do?direct=558209&_vl_backlink=/home/kultur/medien/558209/index.do&selChannel=

Hader als "Aufschneider": Ein Grantscherben am Seziertisch

Der ORF zeigt einen Zweiteiler von David Schalko. Mit Josef Hader als Pathologen im Clinch mit den Mitmenschen und sich selbst. Sehr sehenswert.
Wie ein rohes, totes Hendl liegt er da, der Mensch. Wie gerupft. Das Skalpell bleibt aus, im Vorspann zu dem Zweiteiler, den der ORF am Dienstag im Wiener Bellaria-Kino präsentiert hat. Aber die feine Klinge kommt noch: „Aufschneider“, der Film, für den Kabarettist Josef Hader gemeinsam mit Fernsehmacher David Schalko das Drehbuch geschrieben hat; Hader übernahm auch die Hauptrolle, Schalko die Regie. Der ORF zeigt die Produktion am 13. und 16.April (je 20.15 Uhr, ORF1). Diese österreichische Komödie ist eine Freude, wie sie einem das Fernsehen nur selten macht.

Die Figur, um die sich alles dreht, heißt Hermann Fuhrmann (herrlich zwider: Hader) und ist Pathologe. Er sieht auch seine Mitmenschen, selbst die lebenden, als rohe, tote Hendln. Zum Großteil. Ausgenommen sind nur eine Handvoll Frauen: seine Ex (Ursula Strauss), seine Tochter (Tanja Raunig) und seine Kollegin (Pia Hierzegger). Mit dem Rest springt er um, makaber und trocken, wie es ihm passt. Und besonders gerne mit Dr. Böck (Oliver Baier), dem abgehobenen Chirurgen, aber auch nicht nur Gott in Weiß. Täglich versucht Fuhrmann, dem Erzrivalen aus der Spitalsoberwelt einen Kunstfehler nachzuweisen. Vielleicht hat er diesmal einen Patienten „ver-böckt“. Fuhrmann selbst arbeitet im Keller. Dort, unterm Mikroskop, erkennt er z.B. auch: „So ein Krebs hat Spaß bei der Arbeit.“
Hinter der außergewöhnlich amüsanten Befindlichkeitskomödie – Böck schnappt sich Fuhrmanns Exfrau, Fuhrmanns Tochter verliebt sich in den Pathologie-Lehrling (Manuel Rubey) – läuft Handlungsstrang Numero zwei: Die beiden Prosekturgehilfen Max und Moritz (grandios: Georg Friedrich, Raimund Wallisch) verscherbeln gemeinsam mit der Bestatterin (Meret Becker) die Hornhäute Verstorbener ins Ausland.
Pointen im Wordrap
Als österreichische Krankenhausserie war geplant, was sich nun in 188 Minuten als zweiteiliger Fernsehfilm abspielt (und gleichzeitig als Kauf-DVD bei Hoanzl erscheint): Hader hat sich die Rolle auf den Leib geschrieben, ist ein doch sympathischer Grantscherben mit lakonisch-derbem Humor. Mit Schimpfwörtern und Grobheiten, verbalen wie handgreiflichen, spart er nicht. „Werden S' seh'n, jetzt fangt a schöne Zeit an“, lächelt er etwa einem frisch Verwitweten zu. Die Dialoge sind insgesamt sehr wienerisch, knackig und prägnant, teils so knapp, dass sie sich fast zu Wordraps verkürzen. Das und die laufenden Pointen machen gehörig Tempo.
Dienstagabend wurde das Schauspielerensemble als derzeit bestes im deutschsprachigen Raum vorgestellt – man möchte gar nicht widersprechen: Neben dem eben erst für „Ein halbes Leben“ mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Hader glänzt Strauss, die mit „Schnell ermittelt“ wieder Leichtigkeit und Natürlichkeit in den Mainstream-ORF gebracht hat, wie man sie in den vergangenen Jahren dort vermisst hat. Manuel Rubey, noch vor wenigen Jahren ein eher mittelmäßiger Falco („Falco – Verdammt, wir leben noch“), spielt hier richtig gut. Und heraus ragt auch das von Michael Glawogger („Nacktschnecken“, „Contact High“) etablierte Trio Hierzegger/Friedrich/Wallisch als Stammmannschaft der Pathologie.
Bei der Präsentation im Bellaria-Kino brannte die Lampe im Filmbeamer durch; die Vorstellung wurde abgebrochen. „Das bringt Glück“, tröstete ein Besucher den Produzenten John Lueftner von Superfilm. Davor hat sich das Publikum gut 75 Minuten lang vor Lachen gebogen. Diese „Aufschneider“ brauchen keine Lampe, auch keine Scherben, kein Glück. Sie sind scharf genug.


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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: Fr Mai 07, 2010 5:55 pm 
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Hier eine liste zu den links mit den interviews von stermann&grissemann in "willkommen österreich" mit mitgliedern des wgen-rateteams:

Folge 14, 04.10.2007: Gregor Seberg
http://www.willkommen-tv.at/player.php?sid=F14#F14 (Clip 2+3)

Folge 60, 29.01.2009 Oliver Baier
http://www.willkommen-tv.at/player.php?sid=F60#F60(Clip 3+4)

Folge 64, 05.03.2009 Thomas Maurer
http://www.willkommen-tv.at/player.php?sid=F64#F64(Clip 2+3)

Folge 72, 30.04.2009 Klaus Eberhartinger
http://www.willkommen-tv.at/player.php?sid=F72#F72(Clip 2+3)

Folge 73, 23.04.2009 Oliver Pocher
http://www.willkommen-tv.at/player.php?sid=F71#F71 (Clip 3+4)

Folge 79, 02.07.2009 Armin Assinger
http://www.willkommen-tv.at/player.php?sid=F79#F79 (Clip 2+3)

Folge 96, 28.01.2010 Robert Palfrader
http://www.willkommen-tv.at/player.php?sid=F96#F96 (Clip 2+3)

Folge 99, 11.03.2010 Andreas Vitasek
http://www.willkommen-tv.at/player.php?sid=F99#F99(Clip 3+4)

Folge 100, 18.03.2010 Michael Niavarani
http://www.willkommen-tv.at/player.php?sid=F100#F100(Clip 2+3)

Folge 104, 15.04.2010 Michael Mittermeier
http://www.willkommen-tv.at/player.php?sid=F104#F104(Clip 2+3)

Folge 107, 06.05.2010 Viktor Gernot
http://www.willkommen-tv.at/player.php?sid=F107#F107 (Clip 2+3)


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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: So Mai 23, 2010 10:55 am 
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Hier ein bericht über günther lainer und wgen aus den oberösterreichischen nachrichten http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,396541 :

„Was gibt es Neues?“:
Fröhliches Scheitern als Konzept


„Was gibt es Neues?“, die heitere ORF-Quizshow, bei der es für das prominente Rateteam nichts außer Lacher zu gewinnen gibt, dreht sich heute (ORF 1, 22.05 Uhr) um den Weltschildkrötentag. Der Linzer Kabarettist Günther Lainer sitzt zum 25. Mal in der Raterunde. Die OÖN begleiteten ihn zur Aufzeichnung der Sendung.

Bild
Oliver Baier (vorne), Klaus Eberhartinger, Susanne Pöchhacker, Andreas Vitasek, Florian Scheuba, Günther Lainer (v.l.) Bild: peter grubmüller


Das ORF-Zentrum auf dem Wiener Küniglberg gleicht schon aus der Ferne einer Festung. Es wird auch so bewacht. „Wohin wollen Sie?“, fragt der Portier. „Zu Was gibt es Neues?“, sagt Lainer. Portier: „Führung oder Publikum?“ Lainer: „Rateteam!“

„’Tschuldigung, ich hab’ sie nicht gleich erkannt, weil sie zu Fuß da sind“, sagt der Portier, obwohl man einen wie Günther Lainer so schnell nicht vergisst, aus mehreren Gründen. Der spröde Portier wird humorlosere Sendungen bevorzugen.

EAV-Sänger Klaus Eberhartinger (59) ist der Senior der Runde und der Erste in der Maske. Florian Scheuba, Susanne Pöchhacker und Andreas Vitasek trudeln ein. Lainer bekommt in der ORF-Garderobe T-Shirt und Hemd angepasst, private Kleidung kommt nicht ins Fernsehen. Kalauer fliegen durch die Luft, die fünf Humorkanonen schießen sich warm.

Ein Sieger steht schon jetzt fest: Günther Lainer hat das Panini-Album der Fußball-WM 2010 als Erster der Raterunde fertiggeklebt. Nwankwo Kanu, der nigerianische Stürmer mit der Pickerlnummer 139 fehlte noch, Scheuba hat ihn zum Tauschen mitgebracht. Ungespielte Freude, wer erwachsene Unterhaltung abliefern will, darf das Kind in sich nicht in die Pubertät kommen lassen.

Vor dem Studioeingang haben sich rund 200 Menschen versammelt. Sie wollen „Was gibt es Neues?“-Publikum sein und sind aus allen Teilen Österreichs angereist. „Gemma, Einlass!“, sagt der Einlasser.

Alle sitzen, Moderator Oliver Baier springt herein und sagt, was gesagt werden muss: Handys abdrehen, Kaugummis aus dem Mund, weil kauende Mäuler im Fernsehen nicht hübsch aussehen – und während der Aufzeichnung nicht fotografieren. Eines noch: Bitte, bitte klatschen, wenn eine Antwort Witzpotenzial hat. Für Notfälle steht ein stattlicher Herr mit Kopfhörer im Schatten der Kameras, der die Stimmung befeuern soll und Zeichen gibt, sofern der Applaus schwächelt.
An diesem Nachmittag greift er so gut wie nie ein. Die Redaktion hat Oliver Baier wie immer Begriffe hingelegt, die auf fröhliches Scheitern angelegt sind. Das Rateteam hat keine Ahnung davon, woran es zu knabbern hat.

Einkehrpflicht, Einschießer

Woher soll man auch wissen, dass ein „Matrosenei“ nicht jenen körperlichen Zustand metaphorisch beschreibt, in dem ein Seemann nach monatelanger Enthaltsamkeit im Heimathafen anlegt – wie Andreas Vitasek vermutet. Eine „Einkehrpflicht“ gehört obendrein nicht zum vorgeschriebenen Stundenplan österreichischer Ski-Touristen, und das US-Verteidigungsministerium im Pentagon ist erst recht nicht auf die Idee gekommen, Bienen zu züchten, damit sich die Generäle in Krisenzeiten ein Honigbrot schmieren können. Ö3-Callboy Gernot Kulis stellt die zugespielte Promifrage: „Was ist ein Einschießer?“ Die Auflösung folgt heute Abend.

Keine Versprecher, keine Pannen, ein großartig souveräner Gastgeber Oliver Baier, das Publikum hat sich weggeschmissen, das Rateteam ist entlassen. Rund 70 Minuten Aufzeichnung werden zu 45 Minuten Sendung geschnitten.

Eine Führung erreicht in letzter Minute das Studio. Es ist eine Klasse der Linzer Adalbert-Stifter-Praxisschule der 10- bis 14-Jährigen, sie ist auf Wien-Woche. Einer der Buben heißt Lainer, Maximilian Lainer. Zum ersten Mal geht dem gleichnamigen Günther der Schmäh aus. Sein Sohn und dessen Schulkameraden kommen überraschend auf Besuch. Ein herrlich romantisches Schlussbild, aber leider nicht im Fernsehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: So Mai 23, 2010 11:57 am 
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Zitat:
Woher soll man auch wissen, dass ein „Matrosenei“ nicht jenen körperlichen Zustand metaphorisch beschreibt, in dem ein Seemann nach monatelanger Enthaltsamkeit im Heimathafen anlegt – wie Andreas Vitasek vermutet. Eine „Einkehrpflicht“ gehört obendrein nicht zum vorgeschriebenen Stundenplan österreichischer Ski-Touristen, und das US-Verteidigungsministerium im Pentagon ist erst recht nicht auf die Idee gekommen, Bienen zu züchten, damit sich die Generäle in Krisenzeiten ein Honigbrot schmieren können. Ö3-Callboy Gernot Kulis stellt die zugespielte Promifrage: „Was ist ein Einschießer?“ Die Auflösung folgt heute Abend.

Keine Versprecher, keine Pannen, ein großartig souveräner Gastgeber Oliver Baier, das Publikum hat sich weggeschmissen, das Rateteam ist entlassen. Rund 70 Minuten Aufzeichnung werden zu 45 Minuten Sendung geschnitten.

Eine Führung erreicht in letzter Minute das Studio. Es ist eine Klasse der Linzer Adalbert-Stifter-Praxisschule der 10- bis 14-Jährigen, sie ist auf Wien-Woche. Einer der Buben heißt Lainer, Maximilian Lainer. Zum ersten Mal geht dem gleichnamigen Günther der Schmäh aus. Sein Sohn und dessen Schulkameraden kommen überraschend auf Besuch. Ein herrlich romantisches Schlussbild, aber leider nicht im Fernsehen.



Das finde ich heftig, dass das "Matrosenei" rausgeschnitten worden ist.

Und wer hätte gedacht, dass Günther Lainer der Schmäh ausgeht. :wink: Stimmt es also doch, dass er eine Familie hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: So Jun 13, 2010 9:09 pm 
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Österreichischer Kabarettpreis an Gernot und Niavarani

13. Juni 2010, 20:01

Förderpreis geht an Nadja Maleh

Wien - Der mit 7000 Euro dotierte Österreichische Kabarettpreis 2010 geht an Viktor Gernot und Michael Niavarani. Als Duo hätten sie in ihrem Programm "Zwei Musterknaben" die klassische Doppelconference in eine zeitgemäße Form übertragen und eindrucksvoll bewiesen, dass "gute Unterhaltung nicht seicht sein muss", kommentierte der Wiener Kulturstadtrat Mailath-Pokorny die Entscheidung der Jury am Sonntag in einer Aussendung.

Den mit 3.000 Euro dotierten Förderpreis erhält Nadja Maleh für ihr zweites Solo "Radio aktiv". Der seit 1999 vergebene Österreichische Kabarettpreis wird nach dem Rückzug des bisherigen Sponsors Wien Energie heuer erstmals von der Stadt Wien gestiftet.

Die Verleihung des Österreichischen Kabarettpreises, der von einer Jury aus österreichischen Kulturjournalisten vergeben wird, findet am 15. September im Vindobona in Wien statt. Zu den bisherigen Preisträgern zählen u. a. Andrea Händler, Roland Düringer, maschek, Alf Poier, Lukas Resetarits, Pigor & Eichhorn, Andreas Vitasek und Thomas Maurer. (APA)


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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: So Jun 13, 2010 10:13 pm 
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Herzlichen Glückwunsch an Michael Niavarani und Viktor Gernot. Sie haben sich den Kabarett-Preis mehr als redlich verdient.

Auch wenn ich das Programm noch nicht gesehen hab'. Es hört sich interessant an.

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 Betreff des Beitrags: Re: Interviews und andere Berichte in Zeitungen
BeitragVerfasst: Do Jun 17, 2010 7:58 pm 
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Die Maleh?? Geh leck, die kann doch nix, ausser hysterische gehirnamputierte Frauen darzustellen (auch wenns das in Wirklichkeit gibt ...) und mit Klischees zu spielen. Hab sie dieser Tage im Ö1 - Programm gehört, Auszüge aus ihrem neuen Programm. Tut schon weh. Ausser gut aussehen kann sie nichts.

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„So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.“
Arthur Schopenhauer


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